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Das Leben im Universum!

Der Glaube an die Existenz von Hexen reicht sehr weit in die Vergangenheit zurück. Frühzeitliche Hexen waren mit Dämonen gleichgesetzt. Eine Hexe war kein Mensch, sondern ein böses todbringendes Wesen, das in einer menschlichen Gestalt – meist einer Frau – erscheinen konnte und dadurch nur schwer zu enttarnen war.
In den Glaubensvorstellungen vieler Völker war damit auch die Überzeugung von der Fähigkeit und Kraft zur Zauberei verbunden. Die Hexe konnte ihre Kraft sowohl auf das Wohl des Menschen verwenden, als auch zu seinem Schaden – zu helfen oder zu bestrafen. Diese heidnischen Glaubensvorstellungen konnten bis in die Neuzeit nicht vom Christentum verdrängt werden.

Was ist nun dran an diesen Glaubensvorstellungen, kann es real Einflüsse auf das Leben des Menschen geben, die durch Zauberei (Magie) verursacht werden?

Von der Sache her, ist das eine philosophische Frage, die beantwortet werden muss. Unsere heutige materialistische Wissenschaft verneint die Existenz von Wirkungen der Zauberei auf das Leben eines Menschen allgemein. Jeder überzeugte Esoteriker wird jedoch jetzt das Gegenteil behaupten und dafür eine Vielzahl von Beispielen anführen.

Wer hat nun Recht? Diese entscheidende Frage kann nur beantwortet werden, wenn man das heute allgemein in der Wissenschaft anerkannte materialistische Weltbild verlässt und sich auch anderen Weltbildern zuwendet.

Es gibt Menschen, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen (siehe dazu auch den Artikel „Phänomene unseres Lebens“ in diesem Blog). Diese Menschen sind in der Lage ihre Energie über Raum und Zeit zu senden. Ist so etwas überhaupt möglich? Diese Frage muss mit „JA“ beantwortet werden, wenn man der „Neuen Biologie“ von Sheldrake folgt. Nach dessen Ansicht werden alle Formen in der Natur, belebt und unbelebt, von sogenannten morphogenetischen Feldern beeinflusst. Diese Felder bewirken nicht nur die einheitliche Erscheinungsform einer Spezies, sondern sind zugleich eine Art kollektiver Gedächtnisspeicher. In ihnen wird all das gespeichert, was eine Spezies im Laufe ihrer Existenz gelernt hat. Spätere Generationen profitieren aus diesem Gedächtnisspeicher über einen Prozess der als morphische Resonanz bezeichnet wird. Der grundlegende Gedanke ist der, dass Ähnliches Ähnliches anzieht. Je ähnlicher, desto wirksamer ist die Resonanz. Die Anziehung funktioniert über Raum und Zeit hinweg. Diese Theorie ist eine alternative Weltanschauung, eine Gegenposition zum Materialismus.

Jetzt könnte man natürlich sagen, das ist alles Spinnerei. Aber wie ist das Folgende zu erklären?

Die Telepathie ist heute ein wissenschaftlich sehr weitgehend erforschter Bereich und sie wird in der Wissenschaft als ein real gegebenes Phänomen anerkannt. Auch die Telepathie von Mensch zum Tier scheint dabei zu existieren. Ein Beispiel, Hunde wissen sehr genau wissen, wann ihr Herrchen oder Frauchen nach Hause kommt. Viele Hunde warten an der Tür oder am Fenster, sobald sie spüren, dass Herrchen oder Frauchen auf dem Nach-Hause-Weg sind. Das kann 10 Minuten oder sogar eine halbe Stunde sein, bevor die Person tatsächlich eintrifft. Tiere können also über eine größere Entfernung hinweg, auf die Intention von Menschen reagieren.

Das ist nicht nur bei Hunden der Fall, sondern auch bei Katzen, Papageien und Pferden. Dieses Phänomen entsteht anscheinend aber nur bei Tierarten, die enge soziale Bindungen zu Menschen entwickelt haben. Dafür muss es jedoch einen Kommunikationskanal geben, der die Mitglieder einer Gruppe miteinander verbindet. Dieser Kanal könnte mit der Existenz und Wirkung von morphogenetischen Feldern erklärt werden. Das Studium übersinnlicher Phänomene wie der Telepathie zeigt, dass das Gegenüber bereits auf die Absicht reagiert und diese Absicht ist in der Lage, Tiere oder Menschen über große Entfernungen hinweg zu beeinflussen.

Setzt man die Existenz dieser morphogenetischen Felder als gegeben voraus, dann ergibt das natürlich eine reale Grundlage, über die Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten auf andere Menschen einwirken können.

Fast jeder wird einmal von dem Spruch gehört haben: „Gottes Mühlen mahlen langsam, aber stetig“. In der Bibel heißt es dazu beispielsweise: „Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder empfange, was er in dem Leib getan hat, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses“ (2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 10).

Muss man jetzt Angst vor einer schlechten Tat haben, die andere Menschen schädigt?

Na ja, wenn ich mir das Folgende so betrachte:

Whitton und Fisher gewannen mit ihren Forschungen zum Zwischenreich, Bardo, Leben zwischen den Leben und Jenseits die verschiedensten Erkenntnisse. Fast alle Klienten Whitton’s berichteten davon, vor ein Gericht gestellt worden zu sein, ein Tribunal. Wenn es eine Hölle im Zwischenreich gibt, dann ist es der Moment, in dem die Seele sich selbst der Überprüfung stellt. Dann, wenn Reue, Schuldgefühle, Selbstbezichtigung wegen Verfehlungen in der vergangenen Inkarnation mit einer solchen tiefempfundenen Heftigkeit, mit qualvoll bitteren Tränen hervorbrechen, dass es den Beobachter erschüttert. Auf Erden können negative Handlungen rationalisiert und verdrängt werden, es gibt immer reichlich Ausreden. Im Zwischenleben brechen die Emotionen, die von diesen Handlungen hervorgerufen werden, nackt und unausweichlich hervor. Jedes seelische Leid, das anderen zugefügt wurde, wird in solcher Schärfe empfunden, als ob es selbst erlitten wurde. Aber das Allerschlimmste ist wahrscheinlich die Erkenntnis, dass die Zeit für Änderungen von Grundeinstellungen, für die Korrektur von Fehlern endgültig und unwiderruflich vorbei ist. Die Tür zum vergangenen Leben ist verschlossen und verriegelt, und den Konsequenzen von Taten und Ausflüchten muss in einer letzten Auseinandersetzung entgegengetreten werden. Es geht darum, genaue Rechenschaft abzulegen darüber, wer wir sind und wofür wir stehen. Die Meinungen anderer zählen nicht; gefragt ist unsere persönliche Integrität, unsere innere Moral.

Oft berichten Menschen, dass ihnen durch andere Menschen ein Schaden zugefügt wurde und die Verursacher zu einem späteren Zeitpunkt, manchmal erst nach Jahren, von Krankheit, vorzeitigem Tod oder anderen eigenen Schäden betroffen wurden. Diese Erscheinung läßt sich mit einer materialistischen Weltanschauung nicht befriedigend erklären.

Jede Tat findet anscheinend ihren Lohn oder wie ist das zu verstehen?

Ist das ein Zufall oder eine Gesetzmäßigkeit unseres realen Lebens?

Diese Fragen kann ich mir gegenwärtig nicht überzeugend beantworten, aber ich gehe davon aus, dass es etwas geben muss, was wir mit einem materialistischen Denken nicht erfassen und erklären können.

Das Leben ist für uns heute immer noch voller Rätsel und es offenbart uns auch immer wieder seine Phänomene, die sich wissenschaftlich nicht befriedigend erklären lassen.

Abschließend zu diesem Thema:

Im Jahre 1999 hielt der russische Wissenschaftler Alexander Trofimov in Deutschland einen Vortrag, der folgende Aussage beinhaltete:

“Der irdische Mensch als ein Abkömmling des Universums ist in Wahrheit das Gebilde eines Planetensterns, in dem sich eine Feldform von Energie und von Geist vereinigen und, in Verbindung mit dem kosmischen Raum, in körperlicher Form existiert. Diese körperliche Form sammelt in sich energetisches Potential der Sonne und durchläuft ihren Lebenszyklus, in dem sich im Laufe der Kalenderjahre eine Sternenfeldform entwickelt. Wenn die körperliche Form stirbt und verschwindet, trennen sich, in Worten ausgedrückt, die Felder, möglicherweise in eine solitonisch-holographische Form des Lebens und in den Geist, der in die Unsterblichkeit geht und sich mit dem unendlichen, lebenden Raum des Universums vereint. Wir prüfen die Hypothese, ob Feldformen des Lebens zugängig sind, die formbildend wirken und in ständiger Wechselwirkung mit einer helio-geophysikalischen Umwelt leben.”

Gibt es eventuell doch die „Seele“, die über Raum und Zeit unsterblich existiert?

Diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten und damit möchte ich den heutigen Ausflug in die Welt der Phänomene beenden.

Phänomene unseres Lebens

Phänomene sind mit den Sinnen wahrnehmbare Ereignisse, also sinnliche Wahrnehmungen, die wir uns gewöhnlich nicht oder nur kaum erklären können. Jedoch existieren diese Ereignisse in unserer Wahrnehmung und scheinen auch real zu existieren. Es gibt eine Vielzahl von rätselhaften Phänomenen, die uns immer wieder zum Erstaunen bringen. Marien- und Christusbilder entstehen auf wundersame Weise auf Gebäuden, Fenstern und anderen Gegenständen und viele weitere erstaunliche Dinge geschehen. Auch, wenn viele Phänomene mit einer Sinnestäuschung erklärt werden können, bleiben doch genügend übrig, wo diese Form der Erklärung nicht möglich ist.
Kann es vielleicht sein, dass das Leben doch etwas anders verläuft, als wie es uns in unserer Schulzeit vermittelt wurde?
Kann es vielleicht sein, dass es doch etwas gibt, was wir rational bisher nur nicht erfassen können?

Prof. Korotkov, ein weltweit anerkannter russischer Professor für Physik, entwickelte das technische Verfahren der Gasentladungs-Visualisationstechnik (GDV). Es macht die menschliche Aura unmittelbar in Echtzeit sichtbar. Diese Technologie ermöglicht es, mit Hilfe einer Spezialkamera die physikalische, emotionale, mentale und spirituelle Energie einzufangen, die von Individuen, Pflanzen, Flüssigkeiten, Pulvern, unbelebten Objekten ausgeht und von diesen aufgenommen wird – und diese in ein Computermodell zu übersetzen. Das erlaubt Ungleichgewichte festzustellen, die das individuelle Befinden beeinflussen könnten. Dadurch erleichtert es die Diagnose der Ursache von jeglichen bestehenden Ungleichgewichten, indem es den betreffenden Bereich des Körpers und die beteiligten Organsysteme zeigt.
Eine der größten Vorzüge der GDV-Technik besteht darin, dass sie Echtzeit-Messungen einer Vielzahl von Behandlungen für Krankheiten wie Krebs ermöglicht und entscheiden hilft, welche Therapie für den jeweiligen Patienten am besten ist.
Den Menschen umgibt ein Komplex physischer Felder, die man Biofelder nennt. Das Leuchten um den Körper des Menschen ist ein Komplex dieser gravitations-, elektromagnetischen- und molekularen physischen Felder, die mit dem umgebenden Raum zusammenwirken. Auch nach dem Tod endet dieses Biofeld des Menschen nicht sofort. Im Laufe von einigen Tagen dauert das Leuchten der Finger an, wie bei Lebzeiten. Und später wird es ein solches, welches für das nicht lebendige Objekt charakteristisch ist – nicht flimmernd und lumizierend, sondern monoton stabil. Die Verbindung des physischen Körpers und des Bewusstseins wird zerrissen, der physische Körper verliert die Form und geht in den natürlichen Kreislauf der Elemente und den informativen Körper – auf andere Niveaus über. Auch geschehen merkwürdigen Sachen, wie der Anstieg der Energetik des toten Körpers nach den Nächten. Die Aktivität des feinen Körpers (auch als Seele verstanden) wird erhöht. Eines kann man von diesem Geschehen ableiten, dass die Energetik des Menschen nicht gleichzeitig mit dem Knochenkörper stirbt. Im Falle des gewaltsamen Todes ändert sich das Leuchten im Laufe von einigen Tagen sehr stark, in dem heftige Schwingungen auftreten. Wenn der Mensch eines natürlichen Todes gestorben ist, dann erlischt das Leuchten allmählich, ohne heftige Schwingungen, im Laufe von drei Tagen. Es ist bisher nicht bekannt, warum das so ist!
Dutzende durchgeführter Experimente zeigen, dass das Erlöschen der Energie des lebenden Körpers nach dem Tod kein kurzer Moment ist, sondern ein Prozess, der eine bestimmte Zeit andauert. In einer Reihe von Fällen kann man während dieses Prozesses den Menschen “einfangen” und ihn praktisch aus der anderen Welt zurückziehen.

So gibt es noch viele andere Phänomene, auch außergewöhnliche Fähigkeiten von Menschen. Religiös-magische Vorstellungen über die heilende Wirkung von göttlichen oder anderen übernatürlichen Kräften lassen sich bis in die Frühzeit der Medizingeschichte zurückverfolgen. Mit Hilfe der GDV Kamera können auch Geistheiler untersucht und getestet werden. An das Laboratorium von Prof. Korotkov wenden sich oft einheimische und ausländische Interessenten mit dem Anliegen, einen Beweis dafür zu erhalten, ob sie tatsächlich eine Gabe besitzen. Mehr als 90 Prozent stellt sich als ganz gewöhnliche Menschen heraus – ihr Energiefeld erscheint bei der Ausführung unterschiedlicher Aufgaben ruhig und gleichmäßig. In einigen Fällen allerdings fanden während des Experiments starke, kurzzeitige Schwankungen des Feldes statt. Man kann sagen, dass bei diesen Menschen gewisse, außergewöhnliche Fähigkeiten vorhanden sind.
Es ist also nicht nur alles Hokuspokus oder Scharlatanerie, wenn über die Heilerfolge durch Geistheilung (auch Fernheilung) berichtet wird. Jedoch kann sich die Suche nach einem seriösen Anbieter als schwierige Aufgabe erweisen. Nach seinem Selbstverständnis behandelt der seriöse Heiler keine Krankheit, sondern den ganzen Menschen. Er aktiviert dessen Selbstheilungskräfte, so dass der Patient sich selbst heilt. Zudem versteht er sich als Ergänzung, nicht als Alternative zur Schulmedizin. Vorsicht geboten ist allerdings bei Anbietern, die überzogene Gebühren oder Vorkasse verlangen, die von ärztlichen Therapien abraten oder gar rasche und vollständige Genesung versprechen. Geistige Heilung hat klare Grenzen, sie kann beispielsweise durch Krankheit zerstörtes Gewebe nicht wieder regenerieren.

Damit möchte ich den Ausflug in die Welt der Phänomene für heute beenden.

Geister vom Friedhof?

Bekannte von mir wollten sich eine Eigentumswohnung im Obergeschoß eines kleinen Hauses unweit eines Friedhofes kaufen. Als sie mir ihre Absicht erzählten, warnte ich sie vor dem Kauf, sie würden damit einen großen Fehler begehen.
Seit langem ist bekannt, dass das Leben neben einem Friedhof nicht empfohlen ist.
In solchen Häusern geschehen oft sehr seltsame Dinge. Die Menschen hören in den Nächten verschiedene Laute, wie Schritte, Klopfen, Pfiffe und andere Laute. Manchmal sehen die Menschen in den Fenstern oder den Zimmer des Hauses seltsame Personen und Geister. Später können die Familienangehörigen Krankheiten erleiden oder sterben frühzeitig. Eheleute, die in solchen Häusern leben, werden in der Regel in der Ehe nicht glücklich und es kommt zur Trennung. Die Not ist in solchen Häusern ständig anwesend.
Meine Bekannten glaubten mir nicht, kauften das Haus und begannen darin zu leben. Nach etwa 4 Monaten wachten sie plötzlich in der Nacht durch den Laut von Schritten auf der Treppe des Hauses auf. Es waren Schritte, wie sie nur ein schweres Objekt erzeugen kann. Auf der Treppe war aber bei Nachschau niemand zu sehen. Diese Erscheinung verlief in Abständen über die ganze Nacht. Im Haus gab es zu dieser Zeit keine Gäste, keine unbefugten Personen oder Tiere. Damit sich die Bewohner des Hauses nicht gegenseitig mit Geräuschen stören, gibt es im Haus eine gute Schalldämmung.

Das war das erste Ereignis diese Art, seit dem meine Bekannten dort eingezogen sind und ich bin gespannt, wie sich diese Geschichte entwickeln wird und vor allem, wie sie endet.

Wer auch über solche Erlebnisse berichten möchte, kann das gern in diesem Blog tun.

Es existiert die alte sprichwörtliche Redensart:
„der Mensch ist so jung, inwiefern seine Wirbelsäule jung ist“.
Der Mensch weiß von der Wirbelsäule sehr wenig, obwohl seine Gesundheit vom Zustand der Wirbelsäule in vieler Hinsicht abhängig ist. Die gestörten Funktionen der Wirbelsäule bilden die Ursache vieler Krankheiten.
Aber wie das Leben zeigt, die Menschen verhalten sich zur Stütze ihres Körpers – der Wirbelsäule – oft sorglos.
Seitens der Ärzte wird behauptet, dass jeder dritte an dieser oder jener Erkrankung des stütz-motorischen Apparates leidet. Der Schmerz in der Lende, in der Brust, dem Hals, den Beinen, kann die Invalidität bringen.

Die Osteochondrose ist eine degenerative Knochen- und Knorpelveränderung – sowohl an den Gelenken, als auch an der Wirbelsäule.
Die häufigste Form ist die Osteochondrose der Wirbelsäule beim erwachsenen Menschen durch eine andauernde und chronische Fehlbelastung der Wirbelsäule.
Bereits beim jungen Menschen, im Alter von zwanzig Jahren, beginnen die Bandscheiben sich zu verringern, die Flüssigkeit zu verlieren, die Elastizität, die Verbindung zwischen den Wirbeln wird gestört und die Wirbelsäule hört auf flexibel zu sein. Es beginnt mit Störungen im Flüssigkeitsaustausch der Bandscheiben, die zur Unterversorgung mit den für die störungsfreie Funktion der Bandscheiben notwendigen Nährstoffen führen. Nach dreißig Lebensjahren braucht auch die gesunde Wirbelsäule die Extension und das Training der Muskeln, der Gelenke und der sie umgebenden Stoffe. Beim untrainierten Menschen enthalten die Bandscheiben nach etwa fünfzig Lebensjahren nur noch etwa 60-70 Prozent von der notwendigen Flüssigkeit für die störungsfreie Funktion. Sie kann damit nicht mehr als ein fester und sicherer Dämpfer dienen.
Obwohl diese Erkrankung bereits im Alter von zwanzig bis dreißig Jahren ihren Anfang nimmt, entwickelt sie sich doch hauptsächlich erst nach dem vierzigsten Lebensjahr.
Im Anfangsstadium der Erkrankung bemerken die Betroffenen oft Schwindel, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Gespanntheit in den Muskeln und schlechte Stimmung. Hinzu kommen Schmerzen in der Lende wie „Hexenschuss“, starke Schmerzen im Rücken und beim Gehen oder Laufen, die alle ihren Ausgangspunkt im Gebiet des Spinalganglion haben. Nervenschmerzen, Lumbago, Radikulitis, Krämpfe und Schmerzen in den Schenkeln, Ischialgie, Herzrythmusstörungen und viele andere Erscheinungen können alle Merkmale der Osteochondrose sein. Die in der Wirbelsäule ablaufenden Veränderungen wirken sich auch auf andere Organe negativ aus, zu denen Nervenstämme aus dem Rückenmark herankommen. Damit kann sich ebenfalls das Erscheinen von Schmerzen im Gebiet der Leber, der Galle, des Herzens und des Darmes erklären.

Aus den obigen Darlegungen wird ersichtlich, die Bedeutung der störungsfreien Funktion des stütz-motorischen Apparates ist für Ihr persönliches Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit sehr wichtig.
Es ist ein Apparat, der in gegenseitigen funktionellen Abhängigkeiten miteinander verbunden ist. Sie sollten ihn daher gut pflegen und achtsam mit ihm umgehen!

In der militärischen Forschung scheint das Exoskelett heute nicht mehr nur eine Fantasie zu sein. Exoskelette sind “Roboteranzüge” – Stützstrukturen, die den menschlichen Körper umschließen und es ermöglichen, die Muskeln ihres Trägers zu entlasten und seine Kraft bedeutend zu verstärken. So ausgestattet, kann ein Soldat selbst schweres Gepäck über große Entfernungen mit sich führen.

Denkbar ist auch die Entwicklung einer vollwertigen “Rüstung”, die Soldaten der Zukunft weit zuverlässiger gegen Waffenbeschuss schützen würde, als das die heutigen Panzerwesten tun.

Experimentelle Arbeitsmuster eines Exoskeletts für den Armeebedarf existieren bereits in den USA. Dort entwickelt mit Lockheed Martin einer der Giganten der Weltraumindustrie das HULC-System (Human Universal Load Carrier).

HULC basiert auf einer Lizenzvereinbarung zwischen Lockheed Martin und der Firma Berkeley Bionics, deren Exoskelette ExoClimber und ExoHiker speziell für steile Aufstiege beziehungsweise lange Märsche geschaffen wurden. HULC soll nun ihre jeweiligen Vorzüge in sich vereinen.

Exoskelette verfügen über einen hydraulischen Antrieb, der es dem Menschen ermöglichen soll, sich praktisch uneingeschränkt zu bewegen: zu laufen, zu sitzen, in die Hocke zu gehen oder auch zu liegen. Im militärischen Einsatz könnte damit die maximale Traglast auf 90 bis 100 Kilogramm erhöht werden, was es erlauben würde, etwa den Munitionsumfang und das Panzerungsgewicht erheblich zu vergrößern, ohne die Mobilität des einzelnen Infanteristen zu senken.

Solche Perspektiven würden die Kampfkraft und Belastbarkeit von Verbänden vervielfachen, so dass zahlenmäßig kleinere Einheiten Kampfaufgaben lösen könnten, die in herkömmlicher Form bedeutend größere Kräfte erfordern.

Noch steht der Nutzung dieser Wundertechnologie allerdings die Frage der Energieversorgung im Wege: Bisher fehlt es an einer tragbaren Energiequelle, mit der die Hülle über längere Zeit autonom funktionieren könnte. Akku-Batterien gewährleisten lediglich eine Stunde Dauerbetrieb. Doch das sollte die weitere Entwicklungsarbeit nicht aufhalten. Früher oder später wird auch dieses Problem gelöst werden.

Neben der militärischen Verwendung wird den Exoskeletten auch eine große Zukunft in Industrie und Medizin prophezeit. Im Gesundheitswesen könnten sie beispielsweise Behinderten und Senioren, die heute auf den Rollstuhl angewiesen sind, zu einer weit größeren Bewegungsfreiheit verhelfen.

Wann solche fantastischen Möglichkeiten Realität werden, ist umstritten. Je nach Skepsis der Befragten werden meist fünf bis 15 weitere Jahre Entwicklungszeit bis zur Serienreife erster Exoskelette genannt und von 20 bis 40 Jahren für eine kugelsichere Exoskelett-Schutzausrüstung, die beträchtlich schwerer wäre als heutige Muster und dadurch eine umso leistungsfähigere Energiequelle nötig macht.

Solche Gerätschaften sind einstweilen noch Fantasy-Weltraumwelten wie im Computerspiel “Warhammer 40k” vorbehalten, wo furchtlose kosmische Landetruppen damit operieren. Von ernsthafter veranlagten Menschen mögen sie deshalb belächelt werden.

Doch auch Raumschiffe, Flugzeuge, U-Boote und viele andere Dinge, die uns heute wie selbstverständlich umgeben, galten vor ihrer Zeit einst als unvorstellbar. Heute dagegen sind sie Alltag. Einst wird das auch für die energiegespeiste Rüstung gelten.

Majoran und unsere Kueche

Majoran ist eines der ältesten und beliebtesten Gewürze Mitteleuropas. Wegen seines ausgezeichneten Aromas fand er auf der ganzen Welt Verbreitung. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet, wird heute aber in vielen Ländern Europas auf Großflächen und in Gärten kultiviert. Die getrockneten zerkleinerten Blätter und Blüten (Majoranae herba) stellen das Gewürz dar. Es hat einen angenehmen Duft und einen etwas kühlenden, bitterlichen Geschmack.
Majoran enthält ätherisches Öl, Bitterstoff und Gerbsäure.
Der Gebrauch von Majoran ist sehr zu empfehlen. Er verleiht den Speisen einen besonderen Wohlgeschmack. Verwendet wird er zum Würzen von Suppen – wie aus Kartoffeln und Pilzen, Gemüsen – wie Kartoffeln und Bohnen, Soßen, verschiedenen Fleischgerichten – wie Schmorfleisch, gespicktem Fasan, Rebhuhn und gebeizter Hammelkeule, Leberklößchen, Leberwurst, Pasteten und Hackfleisch. Es ist ein harmonisches Gewürz für die Zubereitung von gegrillten Hähnchen und in Alufolie gebratenem Fleisch. Bei der Zubereitung von Lamm, Schaf und Hammel ist Majoran besonders zu empfehlen, da er den unangenehmen Nebengeschmack dieser Fleischsorten unterdrückt. Vor ihrer Zubereitung sollten sie den Talg sorgfältig entfernen, denn seinen Geschmack kann auch Majoran nicht beseitigen.
Majoran kann mit den Blättern des wilden Majorans (Dost) verwechselt werden. Deshalb sollten Sie beim Kauf darauf achten.
Majoran wirkt appetitanregend, magenstärkend, windtreibend und beruhigend. Er ist deshalb ein Bestandteil der Teemischungen mit Heilwirkung.
Menschen mit hohem Blutdruck sollten Majoran nur mit Vorsicht genießen.

Wofür kann Majoran in der Küche verwendet werden?

Majoran eignet sich als Würze für Suppen mit oder aus Gekröse, Gemüse, Gulasch, Hirn, Kalbskopf und Lammkopf, Kartoffeln, Wirsingkohl und Leberknödel.

Aber, es müssen nicht nur Suppen sein, wie bereits oben erwähnt. Zum Beispiel:

Geröstete Kalbsleber

800 g Kalbsleber, 120 g Fett, Salz, 200 g Zwiebeln, gemahlener Pfeffer, Majoran, Paprika

Die Haut von der Kalbsleber entfernen und die Leber in kleine, dünne Streifen zerlegen. Die in runde Scheiben geschnittenen Zwiebeln in Fett hellgelb braten, mit Pfeffer und Majoran würzen.
Unter ständigem Rühren die Leber rasch braten, dann den Paprika zufügen.
Beim Anrichten – nicht früher – salzen.

Beilage: Kartoffelpüree mit in Fett gerösteten Zwiebeln.

Majoran ist ein vielseitig verwendbares Gewürz, auch in Kombination mit anderen Gewürzen, und er führt zu interessanten Geschmacksnuancen.

Daher, guten Appetit mit dem Majoran!

Bereits unsere Großmütter und deren Vorfahren machten sich “schön”. Die dafür nötigen Zutaten befanden sich in Garten und Küche. Heute werden vorwiegend industrielle “Schönheitsmittel” in Form von Cremes und anderen Produkten verwendet, aber die Zutaten, zum Beispiel für Gesichtsmasken, Gesichtspackungen und Gesichtsdampfbäder finden sich auch heute noch in unserem Garten und unserer Küche.

Zur Bereitung kosmetischer Gesichtsmasken und Gesichtspackungen können unter anderem die nachfolgenden Gewürzkräuter verwendet werden:

Rosmarin – für milde Haut mit schwachem Blutkreislauf;
Fenchel – für trockene Haut und beginnende Faltenbildung;
Salbei – unter Zugabe einiger Tropfen Zitronensaft, für großporige, fettige Haut;
Blaubeeren – zusammenziehende Wirkung bei fettiger, großporiger Haut;
Thymian – desinfizierende Wirkung bei Hautentzündungen;
Möhren – wirken beruhigend sowohl auf fettige als auch auf trockene Haut;
Petersilie – wirkt beruhigend auf entzündete, fettige Gesichtshaut;
Gurken – für fettige, glänzende, großporige Haut;
Tomaten – für trockene, welke, faltige Haut;
Apfelsinen und Zitronen – erfrischende und zusammenziehende Wirkung, besonders bei trockener Haut;
Pfefferminze – erfrischende und beruhigende Wirkung;
Salat und Spinat – für fettige Haut.

Die Bereitung der Gesichtsmasken und Gesichtspackungen:

1 Eigelb (das Eiweiß hat trocknende Wirkung, deshalb nur für fette Haut verwenden) mit den erwähnten kleingeschnittenen Pflanzen, etwas Kinderpuder und Kinderöl vermischen. Mit einem feinen Flachpinsel auf die gründlich gereinigte Gesichtshaut und den Hals streichen, nur die Augenpartien und der Mund bleiben frei. Solange die Maske trocknet, sollte man sich hinlegen und einmal ganz abschalten. Nach 15 bis 20 Minuten die Maske mit warmen Wasser oder lauwarmer Milch vorsichtig abwaschen (nicht zerren!) und Gesicht und Hals mit kaltem Wasser abspülen.

Die folgenden Heil- und Gewürzpflanzen können im Gesichtsdampfbad kosmetische Wirkungen erreichen:

Fenchel – ausgezeichnet gegen Falten und Runzeln, glättet die Haut;
Thymian – desinfiziert bei Hautentzündungen;
Pfefferminze – erfrischt und regt die Haut an;
Rosmarin – verbessert den Blutkreislauf der Haut;
Salbei – hat zusammenziehende und entzündungsvorbeugende Wirkung.

Die Bereitung des Gesichtsdampfbades:

8 bis 10 Eßlöffel frische oder 4 bis 5 Eßlöffel getrocknete Pflanzen bzw. Pflanzenmischung in einer kleinen Schüssel mit 1 l Wasser überbrühen. Gesicht und Hals waschen und danach über die Schüssel beugen. Kopf, Schultern und die Schüssel zusammen mit einem großen Badetuch bedecken, so dass der Dampf nicht entweichen kann.
Gesichtsdampfbäder sollen nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern. In dieser Zeit wird auf der Haut die gewünschte Wirkung ausgelöst. Sollten Kopfschmerzen auftreten, dann das Dampfbad eher abbrechen.
Nach dem Dampfbad Gesicht, Hals und Schultern zunächst mit lauwarmem Wasser oder Milch, danach mit kaltem Wasser abwaschen.
Bei trockener Haut ist ein derartiges Dampfbad nicht zu empfehlen.

Im Zweifel sollten Sie Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker fragen.

Ganina Jama

Am Ort “Ganina Jama”, wo ursprünglich die Überreste der Zarenfamilie begraben und 1997 aufgefunden wurden, wurde im Jahre 2000 ein russisch-orthodoxes Männerkloster “Kloster der Heiligen Zarenmärtyrer” gegründet.
Das Kloster ist ein einzigartiges Ensemble, welches aus sieben Holzkirchen besteht und von den Mönchen in eigener Arbeit errichtet wurde. Das Holz dieser Kirchen wurde nur mit Axt und Säge bearbeitet.
Die sieben Kirchen sind jeweils einem Mitglied der Zarenfamilie gewidmet.

Vom 30. April 1918 bis 16. Juli 1918 war die Zarenfamilie mit ihrer treuen Dienerschaft im Haus des Ingenieurs N. Ipatjew in Jekaterinburg (russisch: Екатеринбург, deutsch auch: Yekaterinburg) untergebracht. Das Ipatjew-Haus wurde am 16. September 1977 abgerissen.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 wurden Nikolaus II, seine Ehefrau Alexandra Fjodorowna, ihre Kinder (vier Töchter und der Zarensohn) und ihre ergebene Dienerschaft (der Arzt Je. Botkin, die Hofdame A. Demidowa, der Koch I. Charitonow und der Zarenlakai A. Trupp) im Keller des Ipatjew-Hauses erschossen.

Ihre sterblichen Reste wurden in den Wald außerhalb der Stadt befördert, an den so genannten Ort “Ganina Jama” (Ganja’s Grube) und dort verbrannt.
Heute ist ein Anbetungskreuz am Ort der Verbrennung errichtet.
Der Ort “Ganina Jama” befindet sich ca. 15 km außerhalb von Jekaterinburg und war eine ehemalige Kohlengrube.

Am Ort des früheren Ipatjew-Hauses in Jekaterinburg entstand ab 1997 eine Kathedrale (“Kathedrale auf dem Blut” oder auch “Blutkirche” genannt). Diese Kathedrale wurde am 17. Juli 2003 von Wikentij (Erzbischof von Jekaterinburg und Werchoturje) eingeweiht.

Langjährige Gerüchte und Behauptungen über Überlebende der letzten Zarenfamilie wurden in jüngster Zeit durch Forschungen ausgeschlossen.

Heute ist das Kloster “Ganina Jama” eine Erinnerungsstätte des russischen Volkes.

Touristen sollten die russischen Sitten und Gebräuche bei einer Besichtigung des Klosters beachten.
Danach sollten Frauen ein Kopftuch tragen und Männer ihre Kopfbedeckung abnehmen.

Mehr zu diesem Thema können Sie hier lesen: Ganina Jama

Die russische Schrift

Die altrussische Sprache, die allen Ostslawen gemeinsam war, existierte seit den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ungefähr bis zum XIV. Jahrhundert, als ihre Teilung in Russisch, Ukrainisch und Weißrussisch spürbar wurde. Sie hatte sich wiederum aus der noch älteren Urslawischen Sprache entwickelt. Es war eine Umgangssprache der Slawen, die Sprache des Volks. Zur Schrift- bzw. Literatursprache wurde Altrussisch im XI. Jahrhundert. Die Existenz eines noch früheren slawischen heidnischen Schrifttums wird von Wissenschaftlern ernsthaft angezweifelt.

Parallel zum Altrussischen bestand das Kirchenslawische als die Sprache des slawischen Gottesdienstes. Es wurde Mitte des IX. Jahrhunderts von den Aufklärern Brüdern Kyrill und Methodius geschaffen, welche aus der byzantinischen Stadt Saloniki stammten, und fand zunächst in Bulgarien und Mähren Anwendung. Die meisten Wissenschaftler sind der Meinung, daß Kyrill und Methodius das erste slawische Alphabet, die Glagoliza, geschaffen und mit ihrer Hilfe die gottesdienstlichen Texte in dieser Sprache aufgezeichnet haben. Ihr Schüler Kliment von Ohrid erfand eine neue Variante des Alphabets, die Kyrilliza. Letztere wird bis heute mit einigen Modifikationen in Rußland, Serbien, Bulgarien, der Ukraine, Weißrussland und anderen Ländern verwendet.
Im X. Jahrhundert kam das slawische Alphabet in die Alte Rus. Es wurde bereits in der vorchristlichen Zeit verwendet, dabei überwog die Kyrilliza deutlich die Glagoliza. Nach der ChristianisierungRusslands im Jahre 988 nahm die Verbreitung des slawischen Alphabets Massencharakter an. Schriftkundig waren nicht nur die Priester. Auch Adlige ließen ihren Kindern das Lesen beibringen.
Die Sprache des Volkes und die der Kirche waren voneinander nicht isoliert. Die meisten Sprachdenkmäler sind in ihrer Mischung verfaßt. Gebildete Menschen beherrschten beide Sprachen, jedoch brauchten auch sie manchmal Erklärungen. Außerdem drangen in die Sprache Fremdwörter ein. Als Ergebnis entstanden zur Klärung eventueller Fragen eine Art Nachschlagewerke mit der Auslegung komplizierter Textstellen.
Zu den ältesten Sprachdenkmälern der Rus gehören nicht nur religiöse Werke, sondern auch Geschäfts- und Privatkorrespondenz, Legenden auf Münzen, Inschriften auf Fürstensiegeln und an den Wänden der Kirchen. Die archäologischen Funde zeugen davon, daß ziemlich viele Angehörige unterschiedlicher sozialer Schichten des Lesens und Schreibens kundig waren. Bis heute haben die Wissenschaftler gut eintausend sog. Birkenrindenurkunden entdeckt.
Birkenrindenurkunden sind Briefe, Zettel, Dokumente aus dem XI.-XV. Jh., die in die Innenseite des vom Stamm abgetrennten Birkenrindenstreifens eingeritzt wurden. Die Möglichkeit der Verwendung der Birkenrinde als Schreibmaterial war vielen Völkern bereits seit der Antike bekannt. Die ältesten von den bis jetzt aufgefundenen altrussischen Birkenrindenbriefen werden ins XI. Jahrhundert datiert.
Schriftrollen aus Birkenrinde waren ein verbreiteter Alltagsgegenstand. Die Historiker nehmen an, dass weniger geübte Bürger und Kinder hauptsächlich auf Wachstafeln schrieben. Diejenigen aber, die das Schreiben richtig beherrschten, konnten mit einem gespitzten Knochen- oder Metallstäbchen, dem sog. „Schreiber“, eigentliche Birkenrindenbriefe einritzen. Solche Stäbchen in winzigen Lederetuis fanden die Archeologen auch früher, konnten ihren Zweck aber nicht bestimmen und nannten sie bald „Stecknadeln“, bald „Fragmente von Schmuck“.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen: Russische Schrift

Im Frühjahr begehen die Christen in aller Welt das Osterfest – das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
Im russisch-orthodoxen Kirchenkalender ist Christi Auferstehung das bedeutendste Hohefest, das in seinem Maßstab mit keinem anderen zu vergleichen ist, auch nicht mit Weihnachten. Der Ostertag wechselt von Jahr zu Jahr, sein Datum wird vorher ausgerechnet.
Die ganze Kirche bereitet sich gründlich auf das Osterfest vor. Etwa zweieinhalb Monate vor Ostern beginnt im Gottesdienst das Thema der Buße zu dominieren. Eine jede neue Woche ist immer tieferen Stufen in der Verbesserung des eigenen Herzens im Einklang mit den christlichen Geboten gewidmet.
Es beginnt die große Fastenzeit. In Russland ist es üblich, beim Eintritt in diese Fastenzeit bei allen Menschen aus seiner näheren Umgebung um Vergebung zu bitten, aber auch selbst all das Böse zu vergeben, was einem andere Menschen angetan haben. Gleich am darauffolgenden Tag verschwindet aus den Gottesdiensten der Gesang – ein großer Teil des Gottesdienstes wird nicht mehr gesungen, wie das bei uns gewöhnlich üblich ist, sondern er wird gelesen. Es verschwinden auch die goldverzierten Kirchengewänder, die Geistlichen tragen nur noch aschgraue oder schwarze Gewänder. Außer an gezählten Tagen werden in den Kirchen nicht mehr Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt. Die Geistlichen büßen das Recht ein, Eheschließungen zu segnen. Aus der Ration verschwindet nicht nur das Fleisch, sondern es verschwinden auch Eier, Milch und Fisch. In den strengen Klöstern des Nordens verzichtet man sogar auf das Pflanzenöl.
Die konzentzrierte Aufmerksamkeit gilt der durch die Sünde verzerrten tiefen Innenwelt des Menschen, der aufrichtigen Buße und der Korrektur des eigenen Lebens, dem beharrlichen Beten um die Rückkehr der göttlichen Gnade, die verloren ging inmitten eines zerstreuten Lebens. Es wird aufgerufen zur bescheidenen und ungeheuchelten Nächstenliebe. Das alles sind die Hauptmotive der Zeit vor Ostern.
Und schließlich, eine Woche vor Ostern, beginnt die Karwoche – die Erinnerung an Christi Festnahme, an seine Leiden und an sein erlösendes Opfer für die ganze Welt. Die angespannte Note der Buße in den Gottesdiensten wird nun von der feierlichen Erwartung der Auferstehung abgelöst.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen: Ostern

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